Da Sandflies immer noch Thema sind (Lydia 32 Bisse vs Stephan 5 Bisse 🙂 ) und wir bisher nirgends unser Wundermittel von 2007 “Scratchy & Itchy” gefunden haben, hat Stephan mit der Firma Kontakt aufgenommen und ein paar Adressen in und um Christchurch bekommen.
Wir hatten uns überlegt, die durchaus interessante Stadt Christchurch noch einmal anzusehen, zumal seit dem Erdbeben 2011 alles anders ist.
Der Reiseführer schreibt, dass damals 185 Menschen ums Leben kamen und 75% der historischen Gebäude inkl. dem Wahrzeichen der Stadt – die Kirche – zerstört wurden. Diese wurde ersetzt durch die bunte Cardboard Cathedral, bestehend aus 20-Meter langen, mit Polykarbon überzogenen Papprollen, Betonboden und Stahlträgern. Daneben gibt es ein Denkmal mit 185 Stühlen, die für immer frei und unbesetzt bleiben werden. Um den Betrieb damals aufrecht zu erhalten, wurden Geschäfte, Cafés etc. in vielen bunten Container improvisiert betrieben. Das kam so gut an, dass diese Bestandteil des neuen Stadtbildes wurden. Christchurch wurde sogar vom Lonely Planet-Reiseführer in die Top 10 der sehenswerten Städte aufgenommen.
Alles in allem also durchaus einen Besuch wert, aber als wir in der Nähe von Christchurch waren und unser Mittel hatten (mit Cappu und Filigran-Barista-Art :o) war uns schnell klar: Hier wollen wir wieder weg.
Also raus und auf die Banks Halbinsel in das nette Hafendörfchen Akaroa. Die tolle Küstenstraße, ein sehr gutes Fischrestaurant und ein netter Farmers-Markt, auf dem wir gute Dinge eingekauft haben, bescherten uns zwei schöne Tage mit bombastischem Wetter.
Am nächsten Tag zog das Wetter langsam zu und wir haben uns entschieden, über kleinere Straßen in Richtung Lake Tekapo, ins Landesinnere zu fahren.
In Lincoln fanden wir einen weiteren Farmers-Markt auf dem wir noch einen Humpen frische Erdbeeren, tolles Brot und die absolut perfekten Schoko-Blätterteig-Dinger geshoppt haben. Diese haben aber nicht lange gehalten ?
Auf der Weiterfahrt zur schöneren Straße sind wir ein Stückchen auf den Motorway 1 gefahren. Nach einer guten viertel Stunde: “BAM!”. Zuerst nix gecheckt, dann war schnell klar, der rechte Vorderreifen ist geplatzt. 4. Woche – 4. Panne 🙁 Glücklicherweise blieb der Wagen stabil und wir konnten schnell in eine große Parkbucht ausweichen. Da wir immer noch mit ausreichend Erdbeer- und Schoko-Glückshormonen versorgt waren, blieben wir beide relativ entspannt. Erneut begann die Telefon-Action mit der technischen Hotline – dort wurde Stephan freundlich begrüßt, denn sind wir ja bereits bekannt.
2 Stunden später und mit Hilfe eines netten Bridgestone-Tyre-Man waren wir wieder “on track”.
Das Wetter war inzwischen bewölkt und teilweise regnerisch, die Strecke aber dennoch schön. In Geraldine, einem kleinen Künstlerdörfchen mit einem alten Wald, haben wir einen kleinen Abendspaziergang im Talbot-Forest zu einem 1000-Jahre alten Totoara-Baum (sagt der Reiseführer 🙂 ) unternommen.
Nach einer weiteren knappen Stunde auf der Inland-Scenic-Route haben wir unseren schönen Freedom-Campingplatz am Mount Dobson gefunden. Dort hatten wir dann unsere erste regnerische und deutlich kältere Nacht. Die war aber dennoch ganz gut.





















