Arthur´s Pass und ein sprituelles Zentrum des Universums

21. Februar 2019

In der Nähe von Greymouth an der Westküste und das Wetter ist nicht so der Bringer. Nach dem wir schon früh wach waren und etwas rumgebummelt haben, sind wir nach Greymouth und haben ein paar Sachen erledigt. U.a. Bilder für den Blog hochgeladen. Da die WLAN-Hotspots unseres Telefonanbieters mit zusätzlichem 1GB freiem WLAN pro Tag in Greymouth defekt waren, wurden wir in die dortige Bibliothek geschickt, weil sie freies WLAN und Ladestationen hat. Cooles Flair war das, analog und digital harmonisch beisammen. Fairerweise muss man sagen, dass beide von uns schon länger nicht mehr in einer deutschen Bibliothek waren, also keine Ahnung haben, wie es dort inzwischen ist 🙂

Danach ein bisschen spazieren gegangen, beim Chinesen zu Mittag gegessen und dann haben wir uns entschieden, an die Ostküste über den Arthur´s Pass zu fahren, wo das Wetter etwas besser sein sollte als hier. Die erste Stunde war es noch etwas regnerisch, das hat sich aber bald gelegt und umso schöner waren die niedrigen Wolken, die die grünen Berge eingehüllt haben.

Als wir über den Pass waren, der nicht sonderlich hoch ist, hat sich das Wetter schnell gebessert und wir hatten wieder erste blaue Löcher am Himmel, die sehr gut zu dieser eindrucksvollen Landschaft gepasst haben 🙂

2007 hatten wir auf dieser Strecke an Stephans Geburtstag unseren Megaflash – wir haben damals für uns Castle Hill bzw. Kura Tawhiti entdeckt. Eine riesiges, zum großen Teil offen zugängliches Areal mit unglaublichen Kalksteinformationen und bekletterbaren Boulders.

Die mystische Energie, die diesen ganz Platz einnimmt, spürt man vom ersten Blick schon aus der Ferne – und umso mehr, wenn man sich direkt darin befindet. Im jetzigen Reiseführer steht, dass der Dalai Lama Castle Hill als ein spirituelles Zentrum des Universums bezeichnet hat. Das trifft es schon ganz gut 🙂

In großer Vorfreude, glücklich über das Wetter und etwas aufgeregt, haben wir zuvor ein ähnliches, kleineres Areal in der Nähe entdeckt, das wohl erst seit 2014 zugänglich gemacht wurde – zum Glück. Die folgende, einstündige Erkundung des Cave Streams und seine Umgebung waren superschön und wir haben die ganze Zeit gerätselt, wo denn unser eigentlicher Platz ist.

Nach einer 10-minütigen Weiterfahrt war es dann endlich da und auf dem Weg vom Parkplatz kamen die ganzen Erinnerungen wieder hoch.

Wir sind ungefähr 4 Stunden geblieben, haben neue Wege erkundet und alte wiederentdeckt – und um euch an dieser Stelle das Gefühlsgedusel zu ersparen: Es war sehr bewegend 🙂

Sehr glücklich sind wir dann bis zum Ende des Nationalparks Richtung Christchurch gefahren und haben ein nettes Freedom-Plätzchen für die Nacht gefunden.

Natürlich wieder vieele Bilder, das können wir euch nicht ersparen 🙂

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